Rache wird am besten kalt serviert- Rezension

Heute möchte ich Euch noch einen Kriminalroman vorstellen, welchen ich letzten Monat gelesen habe. „Rache wird am besten kalt serviert“ von Diane Summer ist der Auftakt einer Krimireihe, mit einer wirklich interessanten Story. Auch das Cover des Buches hat mir gefallen.

Im Mittelpunkt stehen die beiden Kriminalbeamten Haberlund und Kaiser. Sie ermitteln in einem Fall von 2facher Kindesentführung und sehen sich schnell mit der Frage konfrontriert: was hat dieser Fall mit einem Vorfall von vor 13 Jahren an einer weiterführenden Schule zu tun? Die beiden entführten Jugendlichen sind die Kinder des ehemaligen Direktors bzw. einer ehemaligen Lehrerin. Recht schnell rückt Nero, der Schüler, der damals durchdrehte und am Tag seiner Verueteilung Rache schwor, in den Fokus der Ermittler.

Die Handlung finde ich wirklich gut, die Zusammenhänge zwischen damals und heute fand ich interessant. Jedoch hat mich das Buch leider nicht so gepackt. Es ist an sich flüssig geschrieben, allerdings liegt mir die Erzählweise nicht. Es gibt immer wieder Perspektivwechsel zwischen damals und heute; beide Perspektiven jedoch in der Gegenwart geschrieben. Ich persönlich finde Bücher, die im Präsenz geschrieben sind, schwer zu lesen. Dies ist aber mein rein persönlicher Geschmack. Die Geschehnisse von vor 13 Jahren werden zudem aus der Ich-Perspektive erzählt, wodurch mein Lesefluss des Öfteren unterbrochen wurde. Doch auch dies ist einfach Geschmackssache.

Nero selbst fand ich in irgendwie interessant. Was treibt einen so jungen Menschen dazu, so durchzudrehen? In gewisser Weise habe ich versucht sein Verhalten und seine Gedanken nachzuvollziehen. Durch die Perspektivwechsel bekam man immer wieder Einblicke in diese.
Die beiden Polizeibeamten allerdings haben mich ein wenig enttäuscht. Mag es manch einem Leser in anderen Kriminalromanen zuviel Dramen und Dämonen im Leben der ermittelnden Beamten geben, so war es in diesem Krimi für mich zu wenig. Man erfährt kaum etwas über die Hintergründe der beiden, wodurch sie für mich einfach fremd erscheinen und ich keinerlei Bezug zu ihnen aufbauen konnte. Dies fand ich sehr schade. Ich persönlich hätte mir gewünscht, auch diese beiden Figuren näher kennenzulernen.

Das Ende kam für mich unerwartet und es wurde nochmal richtig spannend, grade weil ich mir bei jeder neuen Info dachte: Ach was, da wäre ich jetzt nicht drauf gekommen. Das Ende hat für mich den Krimi gerettet, weshalb ich dem Buch gut und gerne 3 von 5 Sternen 🌟🌟🌟 gebe.

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